Förderstätten
Personenkreis
Ein Mensch mit schwersten Behinderungen hat wie jeder Mensch ein Recht auf die individuelle Gestaltung seiner Persönlichkeit. Die eigenen Wünsche und Abneigungen sind zu berücksichtigen. Jeder möchte gerne seinem Lebensalter entsprechend handeln und sein Leben selber gestalten. Die Förderstätte bietet Menschen mit schwersten körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen die Möglichkeit, einen zweiten Lebensraum außerhalb der Wohngruppe zu erleben. So werden in sieben Gruppen 50 Menschen begleitet.
Ziele
Interessen feststellen
Grundvoraussetzung für erfolgreiche Förderungen ist die jeweilige Bereitschaft und Motivation der "zu Fördernden". Daher ist es wichtig, individuelle Vorlieben und Abneigungen kennen zulernen.
Förderung der Selbständigkeit
Dies bezieht sich vor allem auf die lebenspraktische Selbständigkeit wie z.B.: Toilettengang usw.
Umweltbewusstsein
Ziel ist es, dass die Betreuten ein gewisses Bewusstsein für ihre Umwelt aufbauen und mit den Erfordernissen der Umwelt umzugehen lernen. Dies erlernen sie auf regelmäßigen Ausflügen und im Urlaub, den sie mit den Betreuern der Förderstätte jedes Jahr verbringen.
Förderung vorhandener Fähigkeiten
Mit ein wichtiges Ziel ist es, bereits vorhandene Fähigkeiten aufrechtzuerhalten. Dies gelingt in erster Linie durch beständige Übung.
Förderung der Persönlichkeit
In der Förderstätte wird versucht, dass jeder Betreute seine differenzierte Persönlichkeit einbringen kann. Das heißt für die alltägliche Arbeit, Freiräume aufzubauen, Willensäußerungen einerseits zu respektieren und andererseits zur Verbesserung des Sozialverhaltens Grenzen zu setzen.
Förderung der Beweglichkeit
Ziel ist es, vorhandene Bewegungsabläufe zu erhalten und den Abbau zu vermeiden.
Werkstattfähigkeit
Ein Fernziel der Förderstätte ist es, die Betreuten werkstattfähig zu machen. Werkstattfähig bedeutet, dass die behinderten Menschen dann ein Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeit leisten können.
Religiöse Begleitung
Jeder Mensch ist religiös ansprechbar. Menschen mit Behinderung erfahren Glauben durch die Vermittlung und das Beispiel ihnen nahestehender Personen, die sich ihnen in christlicher Liebe zuwenden. In dieser Zuwendung liegt die Hauptaufgabe der Mitarbeiter bei der religiösen Betreuung. Weiterhin werden Gottesdienste besucht und kirchliche Feste vorbereitet.
Inhalte
- Begrüßung
- Toilettengang
- Duschen und Zähneputzen
- An- und Ausziehen
- Kochen und gemeinsames Essen
- Singen mit Orff - Instrumenten
- Spiele, Basteln (Ton), Malen
- Spaziergänge
- Wasserbett
- Airtramp
- Turner und Schwimmen
- Softplayraum
- WfbM-Arbeit
MitarbeiterInnen
- HeilerziehungspflegerInnen
- AltenpflegerInnen
- Krankenschwestern
- ErzieherInnen
- HeilerziehungspflegerInnen
- KinderpflegerInnen
- PraktikantInnen
- Zivildienstleistende
Räumliche Ausstattung
- 8 Gruppenräume
- Wasserbettraum
- Softplayraum
- Schwimmbad
- Turnhalle
Öffnungszeiten
Montag - Donnerstag von 8.15 - 11.30 und 12.45 - 16.15
Freitag von 8.15 - 11.30 und 11.45 - 14.15
