Geschichte von Regens Wagner Holnstein
Eine Zeittafel:
1881
Feierliche Eröffnung von Regens Wagner Holnstein am 26.April 1881 durch den Bischof von Eichstätt, Franz Leopold, Freiherr von Leonrod; 5 Schwestern der Dillinger Franziskanerinnen und 10 Bewohnerinnen ziehen ein.
1882
55 Mädchen leben in der Einrichtung, es gibt eine Vorschule, eine Schulklasse und einige Beschäftigungsabteilungen.
1884
Anbau an der Südseite des Schlosses.
1888
Die königliche Regierung erkennt vorzügliche Führung an: „Die Anstalt befindet sich in musterhaftem Zustand, sowohl was Ordnung und Reinlichkeit betrifft, als insbesondere hinsichtlich Behandlung, Pflege und Ausbildung der Zöglinge.“
1893
Verlängerung der Kirche um 10 m
1900
Neues Ökonomiegebäude entlang der Ortsstraße entsteht, Spielhalle im Innenhof wird aufgestellt und ein Gemüsegarten angelegt.
1902
Der Westflügel (heutiger Mittelbau) wird angebaut, dadurch entsteht Platz für 130 Bewohnerinnen.
1911
Landwirtschaftliches Gut auf dem Butzenberg wird erworben; dazu gehören nach weiteren Zukäufen inzwischen mehr als 80 ha Fläche.
1915
Pfarrer Otto Eder überlässt den „alten Pfarrhof“ zur Nutzung.
1926
Ein eigener Friedhof wird angelegt.
1929
Auf dem Butzenberg wird eine Hauskapelle gebaut.
1931
Auf dem Butzenberg entsteht ein Ökonomiegebäude mit Verwalterwohnung.
1933
Zehn Dachzimmer im Haupthaus werden ausgebaut.
1939
Zwei Knechte und zwei Pferde werden für den Krieg eingezogen. Für die Aufnahme von Flüchtlingen wird Raum beschlagnahmt.
1945
Während des Krieges war die Belegung sehr hoch, meist lebten bis zu 220 Personen in großer Enge im Haus; nur zwei von den vielen behinderten Menschen wurden deportiert, eine Frau überlebte.
1952
An die vorhandene Mühle auf dem Butzenberg anschließend wird ein Kapellen- und Küchenbau errichtet.
1954
Friedhofserweiterung bietet reichlich Platz für Verstorbene.
1963
In Holnstein wird die erste Straße geteert, mit dem Anbau an das Hauptgebäude wird begonnen.
1968
Nach Sanierungsarbeiten wird die Bauzeit mit einer Hausweihe durch Bischof Stimpfle von Augsburg beendet. Er stellt die Hauskapelle unter den Schutz „Maria Hilfe der Christen“. Mit dem Anbau sind insgesamt mehr als 200 zeitgemäße Wohnplätze geschaffen worden und der Ausbau der Sonderschule für Lern- und Geistigbehinderte wurde ermöglicht.
1973
Auf dem Butzenberg entstehen neue Wohngruppen und drei Wohnungen für Angestellte.
1982
Beginn des Neubaus für Beschäftigungstherapie an der Stelle, wo die Dorfschule Holnstein stand.
1982
Neubau eines großen Rinderstalles auf dem Butzenberg; der Stall wurde 15 Jahre später noch einmal erweitert und zum Laufstall umgewandelt.
1983
Anschluss an die Wasserversorgung der Ittelhofener Gruppe.
1984
Aufhebung der Heimsonderschule, zuletzt gab es in 5 Klassen 50 Schülerinnen. Einzug und Aufnahme der Arbeit in den Werkstätten in dem als Beschäftigungstherapie geplanten Bau.
1985
Staatliche Anerkennung der Holnsteiner Werkstätten, Beginn der Sanierungsarbeiten im Haupthaus, das Dorfwirtshaus wird käuflich erworben.
1988
Eröffnung der Förderstätten mit zwei Gruppen, Aufnahme der ersten Männer.
1989
Das Johanneshaus, ein Wohnheim mit 48 Plätzen, wird bezogen.
1990
Hausweihe für das sanierte Haupthaus mit jetzt noch 100 Plätzen und das Johanneshaus durch Bischof Karl Braun von Eichstätt. Das erste Blockheizkraftwerk wird in Betrieb genommen.
1991
Einweihung des Franziskushauses, einer Außenwohngruppe. Herr Adolf Witte übernimmt die Leitung der Einrichtung von Sr. Nikola Hollweck bei einer Belegung vom 200 Bewohnern. Innerhalb von 10 Jahren stieg die Anzahl der Angestellten von 33 auf 160 Mitarbeiter.
1992
Ein Großfeuer vernichtet auf dem Butzenberg ein Ökonomiegebäude und ein älteres Wohnhaus („Steinhaus“).
1993
Nach 112 Jahren wird der Konvent der Dillinger Franziskanerinnen aufgelöst. Die Schwestern ziehen nach Dillingen, Lauterhofen, Michelfeld und Lautrach um.
1993
Die Küchenmodernisierung wird abgeschlossen.
1995
Sanierung und Umbau der Walburga- und Hedwiggruppe auf dem Butzenberg.
1995
Das Therapiebad wird feierlich eingeweiht und es beginnt die Tradition der Schwimmfeste.
1995
Einweihung des Michaelhauses, einer weiteren Außenwohngruppe in Holnstein.
1997
In Berching werden drei zusammenhängende Wohnhäuser von 24 Bewohnern bezogen. Erstmals in der über 100-jährigen Geschichte der Stiftung wird der Ort Holnstein (mit Butzenberg) verlassen.
2000
Die Werkstätten ziehen in ein neues Gebäude um. Für 132 Menschen mit Behinderung werden modern ausgestattete Arbeitsplätze in hellen Räumen geschaffen. Der Fahrdienst für externe Beschäftigte ist eingerichtet.
2001
Segnung der neuen Förderstätte nach Sanierung des bisherigen Werkstattgebäudes.
2005
Ambulant betreutes Wohnen startet als weitere Differenzierung des Angebotes.