Eine Ausbildung in der Heilerziehungspflege hat Perspektive!

Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger (abgekürzt HEP) begleiten Menschen mit Behinderung unterschiedlichen Alters in allen Bereichen ihres Lebens. Sie stellen den individuellen Hilfebedarf der Menschen fest, entwickeln mit ihnen Ziele und fördern

sie entsprechend.Arbeitsorte

Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspflegern ist es wichtig, den Menschen mit Behinderung so zu assistieren, dass ihre Ressourcen erhalten bleiben bzw. sie eine weitestgehend selbstständige und selbstbestimmte Lebensweise entwickeln.

Interview mit einer Auszubildenden

Portrait von Doris WalterHallo Frau Walter, schön das Sie Zeit haben. Erzählen Sie doch kurz wer Sie sind.

D. Walter: Ich bin 40 Jahre alt, habe das Abitur, bin verheiratet und habe drei Kinder. Lange Zeit habe ich als Pfarrsekretärin gearbeitet. Aktuell befinde ich mich im dritten Jahr der Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin. Nebenbei habe ich eine Zusatzausbildung zum zertifizierten Coach für Mitarbeiter im Bereich Autismus gemacht und absolviere gerade noch die Ausbildung zur Deeskalationstrainerin.

Wo und mit welchen Menschen arbeiten Sie?

D. Walter: Ich bin aktuell in einer Wohngruppe für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung tätig.

Sie befinden sich aktuell in der Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin. Welche Inhalte im Unterricht fanden Sie bisher besonders interessant?

D. Walter: So eingrenzen kann ich das nicht. Die Ausbildung konfrontiert mich ständig mit neuem, sehr interessantem Wissen, vor allem in den Fächern Psychologie und Pädagogik. Zum einen lerne ich das Verhalten der Menschen besser zu verstehen, zum anderen wird mein Handeln fachlicher und gewinnt ein Mehr an Sicherheit. Diese Sicherheit kann ich an meine Klienten weitergeben.

Weshalb ist es notwendig, eine so professionelle Ausbildung zu durchlaufen?

D. Walter: Mir hat die Ausbildung deutlich gemacht, die Menschen ganzheitlich zu sehen. Zudem stellen die Menschen mit Autismus hohe Erwartungen an uns Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch die Ausbildung fällt es mir leichter, diese zu verstehen und passende Methoden zu finden, um diese zu erfüllen.

Welche Herausforderungen stellt der Beruf an Sie?

D. Walter: Zum einen sind es die speziellen Verhaltensweisen der Klienten. Deren Ursache bzw. Ursachen herauszufinden und passende Lösungsansätze zu entwickeln, fordert mein Team und mich immer wieder heraus. Zum anderen bin ich als Coach für die Mitarbeiter im Bereich Autismus tätig. Hier vermittle ich den Mitarbeitern autismusspezifisches Wissen und leite sie bei der Umsetzung an.

Frau Walter im Gespräch mit einem Klienten bei einem Ausflug im Trimm-Dich-PfadWelche persönlichen Eigenschaften sollte eine Heilerziehungspflegerin bzw. ein Heilerziehungspfleger Ihrer Meinung nach mitbringen?

D. Walter: Sie bzw. er sollte ein gutes Einfühlungsvermögen besitzen, wertschätzend und psychisch belastbar sein.

Welchen Gestaltungsspielraum gibt es in der Arbeit und Ausbildung?

D. Walter: Vor allem am Wochenende haben wir einen großen Gestaltungsspielraum bezüglich unserer Assistenzleistungen. Hier können wir zusammen mit den Klienten die Freizeitsaktivitäten planen und durchführen.

Wie geht es Ihnen damit, dass Sie auch am Wochenende arbeiten müssen?

D. Walter: Unsere Wünsche werden bei der Dienstplanung berücksichtigt. Somit stellt das Arbeiten am Wochenende kaum ein Problem dar.

Wie sehr sind Sie zufrieden mit Regens Wagner als Arbeitgeber?

D. Walter: Vor Kurzem hatte ich ein Gespräch mit unserem Gesamtleiter. Er hatte ein offenes Ohr für mein Anliegen und war sehr bemüht, dafür eine Lösung zu finden. Dass dieser direkte Kontakt zur Gesamtleitung überhaupt möglich ist, stimmt mich, neben vielen anderen positiven Aspekten, sehr zufrieden.

Eine Schülerin reicht der anderen die Hand um zu zeigen wie man auf einem Balancierbalken balanciertWenn Sie von Ihrem Beruf erzählen, wie reagieren Ihre Bekannten und Angehörigen darauf?

D. Walter: Ich erfahre absolute Achtung vor dem Beruf und vor meiner Tätigkeit mit den Menschen hier.

Wie merken Sie, dass sich ihre Leistung und ihr Engagement auszahlen? Wie erfahren Sie Wertschätzung?

D. Walter: Zum einen fühle ich mich sehr wertgeschätzt, dass ich die beiden Zusatzausbildungen machen durfte. Zum anderen zeigen mir natürlich unsere Klienten durch ihr Verhalten und ihre Äußerungen mir gegenüber ihre Wertschätzung. Mich freut es, wenn ich spüre, dass die Menschen mit Behinderung die Assistenzleistungen von mir gerne annehmen und sich z. B. freuen, wenn ich nach dem Urlaub endlich wieder da bin.

Anmerkung: Das Interview wurde im Herbst 2018 geführt. Fr. Walter hat ihre Ausbildung mittlerweile erfolgreich abgeschlossen und arbeitet als Heilerziehungspflegering und Deeskalationstrainerin bei Regens Wagner Holnstein.

Aufgaben

Das sind die Aufgaben eines Heilerziehungspflegers (m/w)

  • Menschen mit Behinderung in der Alltags- sowie Freizeitgestaltung assistieren und sie pflegen.
  • Die Assistenzleistungen planen und den Alltag organisieren.
  • Den individuellen Bedarf der Menschen erkennen und sie entsprechend ihrer Ziele fördern.
  • Die Arbeit dokumentieren, reflektieren und Konzepte entwickeln.
  • Mit einem multiprofessionellen Team zusammenarbeiten.

Ziel ist die Erhaltung bzw. die Entwicklung einer weitestgehend selbstständigen und selbstbestimmten Lebensweise der Menschen mit Behinderung. Daraus ergibt sich eine Maximierung der Lebensqualität der Menschen mit Behinderung.

Kompetenzen

Mitarbeiterin assistiert einem Kind bei einer Freizeitmassnahme

Hier erkennen Sie sich wieder?

  • Sie haben Spaß und Interesse an der Arbeit mit Menschen?
  • Pädagogische und pflegerische Themen wecken ihre Neugier?
  • Sie sprechen gerne mit Menschen und können deren Gefühle nachvollziehen?
  • Sie können sich Erlebnisse einprägen, sprachlich beschreiben und aufschreiben?
  • Sie sind in der Lage Hilfe von Kollegen einzufordern und anzunehmen?
  • Sie sind kreativ und finden gefallen bei der Gestaltung von Wohn- und Arbeitsbereichen?
  • Gelassenheit und Selbstkontrolle sind für Sie kein Problem?
  • Sie sind selbstbewusst und können durch Ihre Haltung anderen Menschen Orientierung geben?

Ausbildung

Schüler assistiert einer Betreuten beim Einräumen des Geschirrs in einen Schrank

Warum Ausbildung bei Regens Wagner Holnstein?

  • Sie werden während der gesamten Ausbildung von einem Praxisbetreuer begleitet und mit anderen Praktikanten vernetzt.
  • Sie erhalten eine umfassende Anleitung und regelmäßiges Feedback.
  • Wir können Sie bei der Wohnungssuche unterstützen.
  • Sie lernen verschiedene Arbeitsbereiche kennen.
  • Wir bieten Ihnen Sicherheit in puncto Vergütung und Sozialleistungen nach den AVR des deutschen Caritasverbandes.
  • Wir bieten Ihnen vielfältige Arbeitsmöglichkeiten nach der Ausbildung.

Werden Sie ein Teil unseres Teams!

Weg

Mitarbeiter von Regens Wagner gehen auf einem Weg, vorbei an einer Obstplantage in Italien

Ihr Weg zum Heilerziehungspfleger (m/w)

  • Start der Ausbildung: 1. September
  • Wo: Das Praktikum findet bei Regens Wagner Holnstein statt. Die Fachschule befindet sich in Neumarkt i.d.Opf.
  • Mit mittlerem Bildungsabschluss: Zwei Jahre Praktikum*, anschließend drei Jahre duale Ausbildung zum Heilerziehungspfleger (m/w) an der Fachschule.
  • Mit (Fach-) Abitur oder abgeschlossener Berufsausbildung (mindestens zwei Jahre): Ein Jahr Praktikum*, anschließend drei Jahre duale Ausbildung zum Heilerziehungspfleger (m/w) an der Fachschule.
  • Während der Ausbildung in der Fachschule bekommen Sie einen Arbeitsvertrag mit 20 Wochenstunden Arbeitszeit.
  • Ein Freiwilliges Soziales Jahr, der Berufsfreiwilligendienst oder die Führung eines Mehrpersonenhaushaltes (mind. 4 Jahre) sind auf das Vorpraktikum anrechenbar!

Klicken Sie auf diesen Satz und Sie werden auf die Internetseite der Fachschule geleitet.

Arbeitsorte

 Das David-Haus. Eine Wohngruppe für Menschen mit Autismus. Ein Ort an dem Ausbildung möglich ist.

Bei Regens Wagner Holnstein arbeiten Sie, ...

Weitere Möglichkeiten finden sich, ...

  • in Schulvorbereitenden Einrichtungen: Dort werden Kleinkinder mit Beeinträchtigung auf die Schulzeit vorbereitet.
  • an Schulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.
  • auch in Bezirkskrankenhäusern und Psychiatrien.

Perspektiven

Schülerin schiebt eine Betreute im Rollstuhl

Diese Perspektiven erwarten Sie:

  • Als Heilerziehungspfleger erwerben Sie die fachgebundene Hochschulreife und können an Fachhochschulen und Hochschulen studieren. Mögliche Stüdiengänge sind: Pädagogik, Soziale Arbeit, Heilpädagogik, Fachwirt für Sozial- und Gesundheitswesen.
  • Sie können Personalverantwortung als Gruppenleitung übernehmen.
  • Oder Sie spezialisieren sich durch Fortbildungen. Zum Beispiel im Bereich Sport und Bewegung, religiöse Angebote oder in der Anleitung von Auszubildenden
  • Ebenso haben sie die Möglichkeit als Fachlehrer an Fachschulen für Heilerziehungspflege zu unterrichten.

Ihr Ansprechpartner

Portrati von Herrn Florian Karl Ansprechpartner für Ausbildung

Florian Karl
Telefon-Nummer: 08460-18139
Telefax-Nummer: 08460-18103
E-Mail-Adresse: florian.karl@regens-wagner.de